Wikipedia – Freund des Studenten?

Seit es Wiki gibt kann man auf eine geballte Sammlung an Wissen kostenlos zugreifen. Viele vor allem Professoren an den deutschen Hochschule zweifeln die Qualität der Wikipedia an und verbieten teileweise Wikipedia als Quelle in den Facharbeiten der Studenten.  Berechtigt?

Der wohl negativste Aspekt in diesem Thema ist der fehlende Zuspruch der deutschen Professoren, Dozenten und Lehrer. Dadurch, dass die „Mehrheit“ die Artikel überschreiben und beliebig verändern kann, schwindet nach Meinung der Wissenselite die Qualität der Beiträge. Zur Mehrheit gehören nunmal Menschen, deren Fachwissen nicht weitreichend ist, sodass der Inhalt ziemlich kurz, übersichtlich oder gar oberflächlich gehalten wird. Wie Bernhard Kempen, Präsident der Professorenvereinigung Deutscher Hochschulverband (DHV) von „Zeit Online“ zitiert wurde, seien die Artikel von Wikipedia zumindest bedenklich, da Wikipedia die Qualitätskontrolle durch die Evaluation ausgewiesener Experten fehle.

Wenn man …

Studentenblogs Glauben schenken darf, dann kann man sagen, dass bei historischen oder politischen Themen ein Nachholbedarf besteht. Artikel, die diese Themen behandeln, sind meist fast ideologisch geschrieben. Aufgrund fehlender Objektivität zum Thema leide laut Kommentaren der Studenten auch die Qualität. Außerdem bestätigen viele, dass Wikipedia aus dem Alltag nicht wegzudenken sei. Um aber Themen tiefer behandeln zu können, greifen die meisten zur Fachliteratur und nicht Lexikas im Allgemeinen.

Wikipedia erfreut sich dank der Interaktivität einer großen Beliebtheit. Jedem steht die Möglichkeit auf das Portal sowohl lesend als auch schreiben zuzugreifen. Seitdem in den Artikeln genannte Fakten durch Quellen belegt werden müssen, ist die Qualität der Beiträge rasant gestiegen. Um sich einen Überblick über ein bestimmtes Thema zu verschaffen sei Wikipedia genial, so Studenten in den  Beiträgen vom Uni-Protokolle.de.

Trotz fehlender Zustimmung in eigenen Reihen musste aber Herr Bernhard Kempen (DHV Präsident) auch klarstellen, dass kritischer Umgang der Mehrheit mit Texten eine Basis für ein unabhängiges Urteilsvermögen und damit der Kernbestand der universitären Ausbildung sei.

Fazit
Um grundlegende Informationen zu einem Thema zu holen ist Wikipedia mehr als geeignet. Übersichtlich, stichpunktartig und objektiv in den meisten Fachthemen – Wikipedia erfüllt alle Voraussetzungen für ein qualitatives frei verfügbares Lexika. Von der Mehrheit kritisch betrachtet und fachlich ständig auf dem neuesten Stand gehalten, können manche Studenten die Wiki nicht aus dem Alltag verbannen. Nur mit sehr komplexen, tief gehenden Informationen kann Wikipedia nur bedingt dienen. Genau das aber verlangen die Profs von deren Studenten. Die Fachliteratur wird auch Wikipedia nicht ersetzen können. Aber mal ehrlich – welche Lexika kann das denn?

Quellen:
1. http://www.zeit.de/2008/48/B-Hisbus
2. http://blog.metaroll.de/2008/11/25/studium-20-vertrauen-studenten-der-wikipedia/
3. http://www.referenzforum.de/?p=32
4. http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/105620,0.html

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